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Gürtelrose

Lokalisierung

Die Lokalisation des Ausschlags hängt von den betroffenen Nerven ab und kann an verschiedenen Körperstellen auftreten, darunter Gesicht, Brust, Rücken oder Beine. Die Erkrankung lässt sich in mehrere Stadien einteilen, je nach Art und Ausmaß des Ausschlags sowie der Schwere der Symptome. Normalerweise dauert die Erkrankung zwei bis vier Wochen, kann aber bei älteren Menschen und Menschen mit geschwächtem Immunsystem länger andauern.

 

Therapie

Die Behandlung von Gürtelrose umfasst die Anwendung antiviraler Medikamente, um Schweregrad und Dauer der Erkrankung zu verringern, sowie Schmerzmittel und entzündungshemmende Medikamente zur Linderung von Schmerzen und Entzündungen. In manchen Fällen kann eine Therapie erforderlich sein, um das Risiko von Komplikationen zu reduzieren.

Ähnliche Erkrankungen wie Gürtelrose sind beispielsweise andere durch das Varicella-Zoster-Virus verursachte Krankheiten wie Windpocken. Darüber hinaus gibt es weitere Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen wie Gürtelrose, etwa Herpes simplex oder Dermatitis.

 

Frequenz

Gürtelrose tritt mit zunehmendem Alter häufiger auf und betrifft schätzungsweise jeden dritten Menschen im Laufe seines Lebens. Zu den Risikofaktoren zählen Alter, Geschlecht, chronische Erkrankungen, Stress und bestimmte Medikamente. Eine Impfung kann das Erkrankungsrisiko verringern, insbesondere bei älteren Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem.

 

Pathogenese

Die Entstehung von Gürtelrose ist noch nicht vollständig geklärt. Man geht jedoch davon aus, dass eine Reaktivierung des Varicella-Zoster-Virus durch eine Schwächung des Immunsystems oder andere Faktoren bedingt ist. Das Virus vermehrt sich in Nervenzellen und breitet sich entlang der betroffenen Nerven aus, was zu Schmerzen und Hautausschlag führt.

Gürtelrose ist eine schmerzhafte Erkrankung, die vor allem ältere Menschen und Menschen mit geschwächtem Immunsystem betrifft. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung können die Symptome lindern und Komplikationen verhindern. Eine Impfung kann das Erkrankungsrisiko verringern, insbesondere bei älteren Menschen und Menschen mit geschwächtem Immunsystem.

 

Risikofaktoren

Zu den Risikofaktoren für Gürtelrose zählen Alter, Geschlecht (Frauen scheinen ein höheres Risiko zu haben als Männer), ein durch Krankheit oder Medikamente geschwächtes Immunsystem, Stress, Rauchen und genetische Faktoren. Auch Menschen, die bereits Windpocken hatten, haben ein erhöhtes Risiko.

 

Verhütung

Zur Vorbeugung von Gürtelrose gehört die Impfung, die für Personen über 50 Jahre sowie für Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder bestimmten Vorerkrankungen empfohlen wird. Die Impfung verringert das Risiko, an Gürtelrose zu erkranken, und kann auch das Risiko von Komplikationen reduzieren.

 

Einstufung

Die Einteilung der Gürtelrose hängt vom Ort des Ausschlags ab. Tritt der Ausschlag im Gesicht auf, spricht man von Herpes zoster ophthalmicus. Bei Ausschlag auf der Brust heißt er Herpes zoster thoracis, im Lendenbereich Herpes zoster lumbalis und an den Beinen Herpes zoster femoralis. Es gibt auch andere Formen der Gürtelrose, wie beispielsweise Herpes zoster oticus, bei der der Ausschlag im Ohr auftritt.

 

Inszenierung

Die Gürtelrose verläuft üblicherweise in drei Stadien. Im ersten Stadium treten Schmerzen, Kribbeln oder Juckreiz auf, oft begleitet von Müdigkeit und Fieber. Im zweiten Stadium erscheint der Ausschlag, der aus Bläschen oder Pusteln besteht und mit Schmerzen einhergeht. Im dritten Stadium heilen die Bläschen ab und es bildet sich eine Kruste, die innerhalb von zwei bis vier Wochen verschwindet.

Die Prognose einer Gürtelrose hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter Alter und Gesundheitszustand des Patienten sowie der Schweregrad der Erkrankung. Normalerweise heilt die Erkrankung ohne Komplikationen aus. In seltenen Fällen können jedoch Komplikationen wie die Postzosterneuralgie (PZN) auftreten, die Schmerzen und Empfindungsstörungen verursacht und mehrere Monate bis Jahre andauern kann.

 

Verwandte Krankheiten

Zu den ähnlichen Krankheiten gehören Windpocken (Varizellen), die durch dasselbe Virus verursacht werden, und andere Virusinfektionen wie Herpes simplex, die zu Fieberbläschen führen können.

 

Literatur

Ragozzino MW, Melton LJ, Kurland LT, Chu CP, Perry HO. Populationsbasierte Studie zu Herpes zoster und seinen Folgeerscheinungen. Medicine (Baltimore). 1982;61(5):310-316. doi:10.1097/00005792-198209000-00004

Gilden DH. Klinische Praxis. Bell-Lähmung. N Engl J Med. 2004;351(13):1323-1331. doi:10.1056/NEJMcp041120.

Cohen JI. Klinische Praxis. Herpes zoster. N Engl J Med. 2013;369(3):255-263. doi:10.1056/NEJMcp1302674.

Schmader K, Gnann JW Jr, Watson CP. Die epidemiologische, klinische und pathologische Begründung für den Herpes-zoster-Impfstoff. J Infect Dis. 2008;197 Suppl 2:S207-S215. doi:10.1086/522157.

Johnson RW, Bouhassira D, Kassianos G, Leplege A, Schmader KE, Weinke T. Der Einfluss von Herpes zoster und postherpetischer Neuralgie auf die Lebensqualität. BMC Med. 2010;8:37. doi:10.1186/1741-7015-8-37.

 

Weblinks:

https://www.cdc.gov/shingles/index.html

https://www.nhs.uk/conditions/shingles/

https://www.mayoclinic.org/diseases-conditions/shingles/symptoms-causes/syc-20353054