Symptome
Die Symptome einer perioralen Dermatitis können individuell variieren. Typischerweise beginnt die Erkrankung mit kleinen, roten, juckenden Pickeln um den Mund herum. Mit der Zeit können sich diese Pickel zu größeren, roten, schuppigen Hautausschlägen ausbreiten, die sich auch auf Nase und Kinn ausdehnen können. Die Haut kann trocken und schmerzhaft sein, und manche Betroffene verspüren ein Brennen oder Kribbeln.
Standort
Periorale Dermatitis tritt üblicherweise im Bereich um den Mund auf, kann aber auch an Nase und Kinn vorkommen.
Diagnose
Die Diagnose einer perioralen Dermatitis erfolgt in der Regel durch eine körperliche Untersuchung der betroffenen Hautstellen. In manchen Fällen kann ein Dermatologe eine Hautbiopsie durchführen, um die Diagnose zu bestätigen.
Therapie
Die Behandlung von perioraler Dermatitis kann eine Kombination aus Medikamenten und Anpassungen des Lebensstils umfassen. Die Anwendung topischer Steroide und Antibiotika kann Entzündungen und Juckreiz lindern. In manchen Fällen empfiehlt der Dermatologe auch die Behandlung mit einer milden Kortikosteroidcreme. Es ist außerdem wichtig, die Verwendung von Hautpflegeprodukten einzuschränken und auf milde und hypoallergene Produkte umzusteigen. Auch eine Ernährungsumstellung und Anpassungen des Lebensstils, wie beispielsweise der Verzicht auf scharfe oder würzige Speisen, können die Symptome lindern.
Kurs
Periorale Dermatitis heilt bei richtiger Behandlung in der Regel innerhalb weniger Wochen bis Monate ab. In manchen Fällen kann die vollständige Heilung der Haut jedoch länger dauern.
Prognose
Die Prognose für periorale Dermatitis ist in der Regel gut. Die meisten Betroffenen erholen sich vollständig mit der richtigen Behandlung und einer Anpassung ihrer Hautpflege und Ernährung.
Frequenz
Die genaue Häufigkeit von perioraler Dermatitis ist nicht bekannt, man geht jedoch davon aus, dass sie bei Frauen häufiger vorkommt als bei Männern. Sie tritt auch häufiger bei Menschen mit empfindlicher Haut und bei Personen auf, die häufig Hautpflegeprodukte verwenden.
Risikofaktoren
Periorale Dermatitis kann durch eine Kombination von Faktoren ausgelöst werden, wie zum Beispiel:
Verwendung von stark pflegenden Hautpflegeprodukten wie Steroidcremes, Feuchtigkeitscremes und Make-up.
Hormonelle Veränderungen wie Menstruation, Schwangerschaft und die Anwendung hormoneller Verhütungsmittel
Verzehr von scharfen, würzigen oder säurehaltigen Lebensmitteln
Allergien gegen bestimmte Lebensmittel oder Hautpflegeprodukte
Verhütung
Periorale Dermatitis kann durch folgende Maßnahmen verhindert werden:
Vermeiden Sie aggressive Hautpflegeprodukte und verwenden Sie stattdessen milde, hypoallergene Produkte.
Vermeiden Sie scharfe, würzige oder säurehaltige Speisen
Übermäßige Sonneneinstrahlung vermeiden und Sonnenschutzmittel verwenden
Die Haut regelmäßig reinigen und übermäßiges Reiben oder Kratzen vermeiden.
Pathogenese
Die genaue Ursache der perioralen Dermatitis ist unbekannt. Man geht jedoch davon aus, dass eine Kombination von Faktoren wie Hautpflegeprodukten, hormonellen Veränderungen und der Ernährung dazu beitragen kann. Auch eine gestörte Hautbarriere und ein beeinträchtigtes Immunsystem könnten eine Rolle bei der Entstehung der Erkrankung spielen.
Einstufung
Periorale Dermatitis wird als entzündliche Hauterkrankung klassifiziert, die durch rote, juckende und schuppige Ausschläge um den Mund sowie an Nase und Kinn gekennzeichnet ist.
Inszenierung
Für periorale Dermatitis gibt es keine spezifische Stadieneinteilung, da Symptome und Schweregrad der Erkrankung von Person zu Person variieren können.
Ähnliche Krankheiten
Zu den anderen entzündlichen Hauterkrankungen, die ähnliche Symptome wie die periorale Dermatitis aufweisen können, gehören:
Rosacea: Eine chronische Hauterkrankung, die durch rote Ausschläge, Rötungen und kleine Blutgefäße an Nase und Wangen gekennzeichnet ist.
Seborrhoische Dermatitis: eine entzündliche Hauterkrankung, die durch rote, schuppige Ausschläge auf der Kopfhaut, im Gesicht und an anderen fettigen Körperstellen gekennzeichnet ist.
Kontaktdermatitis: eine Hautreaktion, die durch den Kontakt mit einer reizenden Substanz wie Seifen, Waschmitteln, Metallen oder Latex ausgelöst wird.
Akne: Eine häufige Hauterkrankung, die durch verstopfte Poren, Pickel, Mitesser und Entzündungen gekennzeichnet ist.
Literatur
Korting HC, Schöllmann C. Periorale Dermatitis [Periorale Dermatitis]. Der Hautarzt; Zeitschrift für Dermatologie, Venerologie und verwandte Gebiete. 2015;66(1):6-12. doi:10.1007/s00105-014-3479-9
Wollenberg A, Schwichtenberg U, Christ C. Periorale Dermatitis [periorale Dermatitis]. Der Hautarzt; Zeitschrift für Dermatologie, Venerologie und verwandte Gebiete. 2016;67(6):463-472. doi:10.1007/s00105-016-3834-4
Weblinks
Amerikanische Akademie für Dermatologie: periorale Dermatitis (https://www.aad.org/public/diseases/bumps-and-growths/perioral-dermatitis).
Mayo Clinic: Periorale Dermatitis (https://www.mayoclinic.org/diseases-conditions/perioral-dermatitis/symptoms-causes/syc-20375448)